Eine Migration von Microsoft Dynamics 365 (früher Dynamics CRM) zu HubSpot läuft für B2B-Unternehmen mit gewachsenen Daten, Prozessen und Integrationen in vier Phasen: Analyse, Mapping, Testlauf und Umzug. Den Ausschlag gibt das Mapping. Ihr legt vorher fest, welche Dynamics-Tabelle in welchem HubSpot-Objekt landet, welche Daten mitgehen und welche Abläufe ihr in HubSpot neu aufbaut.
Ob sich der Wechsel für euch lohnt, zeigen unser Vergleich HubSpot Sales Hub vs. Dynamics 365 Sales und der Praxisleitfaden „Von Microsoft Dynamics zu HubSpot“. Wer die Entscheidung getroffen hat, plant als Nächstes den Umzug.
Von Dynamics nach HubSpot ziehen Accounts, Kontakte und Leads, Verkaufschancen, Produkte und Aktivitäten um, dazu bei Bedarf Bestellungen, Rechnungen und eigene Tabellen.
Dynamics speichert Daten in Tabellen, früher Entitäten. Für die Standardtabellen gibt es in HubSpot ein festes Gegenstück. In seiner Dynamics-Integration ordnet HubSpot sie so zu (Stand: Oktober 2026):
| Microsoft Dynamics 365 | HubSpot |
|---|---|
| Account | Unternehmen |
| Contact und Lead | Kontakt |
| Opportunity (Verkaufschance) | Deal |
| Products und Bundles | Produkte |
| Phone calls, Emails, Appointments, Tasks, Notes | Anrufe, E-Mails, Meetings, Aufgaben, Notizen |
| Sales orders, Invoices | Bestellungen, Rechnungen |
| eigene Tabellen | Custom Objects |
Zwei Punkte brauchen früh eine Entscheidung. Leads und Kontakte aus Dynamics landen in HubSpot beide als Kontakt. Den Unterschied bildet ihr zum Beispiel über die Lebenszyklusphase ab. Eigene Tabellen werden zu Custom Objects. Bestandskunden bekommen sie nur mit einer Enterprise-Edition. Im neuen Preismodell für neue Konten führt HubSpot Custom Objects bereits ab Professional. Ohne Custom Objects klärt ihr im Mapping, ob Properties an bestehenden Objekten ausreichen.
Die Migration läuft in vier Schritten: Analyse, Mapping, Testlauf und Umzug.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme von Datenmodell, Prozessen und Integrationen. Bei Dynamics gehören dazu die eigenen Felder und Tabellen, die Geschäftsprozessflüsse und Power-Automate-Flows sowie alle angebundenen Systeme. Ergebnis ist ein Migrationsplan mit klarem Umfang und Stichtag.
Jede Tabelle und jedes Feld erhält ein Ziel in HubSpot. Auswahllisten aus Dynamics werden zu Dropdown-Properties mit denselben Werten. Ihr legt fest, wie Kontakte, Unternehmen und Deals miteinander verknüpft werden und welche Deal-Phase in HubSpot zu welcher eurer Verkaufsphasen passt.
Das Mapping ist auch der richtige Moment zum Aufräumen. Dubletten, Karteileichen und ungenutzte Felder bleiben zurück. Wie ihr eure Daten in HubSpot danach sauber haltet, zeigt unser Artikel HubSpot-Daten für KI-Agents vorbereiten.
Vor dem Umzug läuft eine Probemigration. Eure Key User prüfen, ob Zuordnungen, Historie und Owner stimmen. In Dynamics hängt jede Verkaufschance über das Feld „Potential Customer“ an einem Account oder einem Kontakt. Achtet im Test darauf, dass jeder Deal in HubSpot mit dem richtigen Unternehmen oder Kontakt verknüpft ist. Fehler korrigiert ihr im Mapping und wiederholt den Test, bis das Ergebnis passt.
Zum Stichtag zieht der Datenbestand inklusive Historie und Aktivitäten um, am besten an einem Wochenende oder in einer ruhigen Phase. Legt fest, dass ab dann niemand mehr Daten in Dynamics pflegt, zum Beispiel über Sicherheitsrollen mit reinen Leserechten. So bleibt HubSpot das einzige System mit aktuellen Daten. Mit Schulung und Begleitung in den ersten Wochen findet sich euer Team schnell in HubSpot zurecht.
Typisch sind vier Stolpersteine: gewachsene Anpassungen, Automatisierungen, Abschlussdaten und Integrationen.
Ja. HubSpot bietet eine Integration mit Microsoft Dynamics 365, die Daten in eine oder in beide Richtungen synchronisiert. Sie hilft, wenn Teams nacheinander wechseln, zum Beispiel Marketing vor dem Vertrieb. Eigene Feldzuordnungen in dieser Integration setzen bei Bestandskunden einen kostenpflichtigen Data Hub voraus. Für neue Konten im neuen Preismodell nennt HubSpot dazu noch keine Bedingung.
Für die endgültige Ablösung bleibt die Migration mit Mapping und Testlauf der saubere Weg. Die Synchronisation überbrückt die Zeit bis dahin.
Bei Mark Lotse begleiten wir die Migration von Microsoft Dynamics zu HubSpot von der Analyse bis zum Go-live, bei komplexen Systemlandschaften gemeinsam mit unserem Partner Thalox AG.
Vor dem Umzug klären wir mit euch, welche Prozesse ihr eins zu eins mitnehmt und welche ihr in HubSpot einfacher löst. Nach dem Go-live schulen wir euer Team, damit ihr HubSpot selbst betreibt und weiterentwickelt. Ablauf und Leistungsumfang findet ihr auf unserer Seite Migration zu HubSpot.
Für die Entscheidung im eigenen Haus liefert der Praxisleitfaden „Von Microsoft Dynamics zu HubSpot“ einen Funktionsvergleich, eine Kostenrechnung und einen 5-Punkte-Wechsel-Check. Damit begründet ihr den Wechsel gegenüber Geschäftsführung und Vertrieb.