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HubSpot Sales Hub vs. Dynamics 365 Sales: Welches CRM passt zu eurem B2B-Vertrieb?

Geschrieben von Christian Rieck | Aug 26, 2026, 6:44:18 AM

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Dynamics 365 Sales passt zu Unternehmen mit eigenem CRM-Admin-Team, tiefer Microsoft-365-Bindung und komplexen ERP-Verknüpfungen. HubSpot Sales Hub passt zu Vertriebsteams, die Pipelines, Felder und Reports selbst anpassen und schnell in den Betrieb kommen wollen. Die Lizenzpreise liegen 2026 nah beieinander. Den Unterschied machen Zusatzlizenzen, Einführung und KI-Verbrauch.

Was unterscheidet die beiden Systeme im Kern?

Dynamics dokumentiert, was im Vertrieb passiert ist. HubSpot führt euer Team durch das, was als Nächstes passiert. Beide Sätze beschreiben denselben Datensatz und zwei verschiedene Arbeitsweisen.

Microsoft baut Dynamics als Modul einer Unternehmensplattform. Automatisierung läuft über Microsoft Power Automate, eigene Apps entstehen mit Microsoft Power Apps. Für beides nennt Microsoft auf der Preisseite zusätzliche Lizenzen (Microsoft, Dynamics 365 Sales Preise). Damit wandert ein Teil eurer Prozessarbeit in die Lizenz- und IT-Planung.

HubSpot bündelt Pipelines, Sequenzen, Workflows und Reporting in einer Plattform. Ab Professional passt euer Vertrieb Phasen, Felder und Berichte selbst an, auch im laufenden Quartal (HubSpot, Produkt- und Leistungskatalog).

Was kostet Dynamics 365 Sales, was kostet HubSpot Sales Hub?

Listenpreise für Deutschland, geprüft am 19. Oktober 2026, pro Person und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. MwSt.:

Version Dynamics 365 Sales HubSpot (neue Konten)
Einstieg ohne Kosten Kostenlose Testversion Kostenlose Version
Kleinste Bezahlversion Professional 56,30 € Starter ab 20 € pro GTM-Seat, bis 10 Seats
Mittlere Version Enterprise 91,00 € Professional ab 100 € pro GTM-Seat
Höchste Version Premium 130,00 € Enterprise ab 175 € pro GTM-Seat
Einführung Über Partner oder Microsoft, Höhe im Angebot Über HubSpot oder einen Partner, Höhe im Angebot

Quellen: Microsoft und HubSpot. Beide Anbieter weisen Listenpreise aus, der konkrete Preis steht im Angebot.

Seit 1. Oktober 2026 rechnet HubSpot neue Konten in Europa über Seats und monatliches HubSpot-Guthaben ab. Bestehende Kunden behalten ihr bisheriges Modell (n.b.s, Oktober 2026). Ein GTM-Seat gibt vollen Zugriff auf die Plattform und ist der Seat für euren Vertrieb. Ein Ops-Seat ab 50 € deckt ausgewählte Automatisierung, Reporting und Governance ab, etwa für Admins oder Vertriebsinnendienst (HubSpot).

Was die Tabelle zeigt: Im mittleren Segment liegen beide Systeme pro Person nah beieinander. Wer den Vergleich hier beendet, vergleicht den kleinsten Kostenblock.

Wie rechnet ihr die KI ein?

Beide Anbieter rechnen KI-Agents nach Verbrauch ab.

Bei Microsoft enthält die Enterprise Edition Copilot in Dynamics 365 und Agent-Funktionen. Agents laufen über Copilot-Credits: Sales Premium enthält 1.000 Credits pro Person und Monat, alle anderen Editionen kaufen sie separat dazu. Copilot in Microsoft Teams erfordert zusätzliche Lizenzen (Microsoft).

Bei HubSpot laufen Prospecting Agent, Customer Agent und Data Agent über HubSpot-Guthaben. Im neuen Modell bringt Starter 5.000 Guthaben pro Monat und Konto mit, Professional 10.000 und Enterprise 15.000. Zusätzliches Guthaben kostet 0,01 € pro Einheit, also 10 € pro 1.000 (HubSpot). Ungenutztes Guthaben verfällt am Monatsende (HubSpot Knowledge Base).

Der Verbrauch wird schnell konkret: Der Prospecting Agent braucht 100 Guthaben pro empfohlener Kontaktaufnahme, der Customer Agent 50 pro gelöster Text-Konversation, der Data Agent 10 pro Antwort zu einem Datensatz (HubSpot). Fünf Vertriebsmitarbeitende mit je dreißig Agent-Kontaktaufnahmen im Monat verbrauchen 15.000 Guthaben. Die 10.000 aus Professional decken davon zwei Drittel.

Im neuen Modell zieht dasselbe Guthaben auch E-Mail-Versand und Workflow-Aktionen: 15 Guthaben pro E-Mail und 3 pro Workflow-Aktion für die ersten 10.000 im Monat, danach sinkt der Satz stufenweise. Persönliche 1:1-E-Mails sind ausgenommen (HubSpot). Marketing und Vertrieb teilen sich das Kontingent also.

Rechnet den Verbrauch deshalb vor der Entscheidung mit euren echten Fallzahlen durch. Diese Position bestimmt die Gesamtkosten stärker als der Seat-Preis.

Welche Kosten tauchen im Angebot selten auf?

Vier Blöcke fehlen in Lizenzvergleichen regelmäßig:

  • Zusatzlizenzen bei Dynamics: Power Automate, Power Apps und Copilot in Teams, laut Microsoft-Preisseite kostenpflichtig
  • Einführung bei beiden: Datenmigration, Einrichtung und Schulung, je nach Umfang über den Hersteller oder einen Partner
  • KI- und Automatisierungsverbrauch: Copilot-Credits beziehungsweise HubSpot-Guthaben, monatlich schwankend
  • Betriebsaufwand: die Person, die das System dauerhaft pflegt, intern oder extern

Der vierte Punkt beruht auf unserer Projektpraxis. In unseren Projekten verschiebt er Budgets stärker als jede Lizenzposition.

Wann bleibt Dynamics 365 Sales die richtige Wahl?

Dynamics spielt seine Stärken aus, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Euer Unternehmen arbeitet tief in der Microsoft-365-Welt, ihr haltet ein eigenes CRM-Admin-Team vor, und euer Vertrieb hängt an komplexen ERP-Verknüpfungen. Die Power Platform öffnet dann fast jeden Sonderfall.

Für diese Unternehmen lohnt sich ein Systemwechsel selten. In solchen Konstellationen raten wir regelmäßig davon ab.

Wann lohnt sich der Wechsel zu HubSpot?

Prüft die folgenden fünf Punkte. Ab drei Treffern rechnet sich ein Wechsel in den meisten B2B-Vertriebsorganisationen:

  1. Euer Vertrieb wartet regelmäßig auf IT-Unterstützung, wenn Pipelines, Felder oder Reports sich ändern sollen
  2. Ihr betreibt drei oder mehr Zusatztools, damit euer CRM den Vertriebsalltag abdeckt
  3. Eure Datenpflege bindet täglich mehr als eine Stunde pro Vertriebsmitarbeiter
  4. Neue Kolleginnen und Kollegen brauchen Monate bis zur produktiven Arbeit im System
  5. Ein Teil eures Vertriebs arbeitet parallel in Excel oder im Postfach, weil das schneller geht

Punkt 5 ist der ehrlichste Indikator. Forecast und KI brauchen ein System, das der Vertrieb täglich nutzt.

Was sagen die Zahlen der Anbieter?

HubSpot nennt auf seiner eigenen Vergleichsseite zu Dynamics zwei Werte aus dem HubSpot ROI Report 2025: 93 % der Vertriebsmitarbeitenden mit HubSpot-Zugang nutzen das System täglich, und HubSpot-Nutzer erreichen mit 20 % höherer Wahrscheinlichkeit einen hohen ROI aus ihrem CRM als Nutzer anderer Plattformen (HubSpot, Vergleich Dynamics und HubSpot).

Das sind Herstellerangaben aus dem eigenen Kundenbestand. Sie zeigen eine Richtung. Belastbar wird die Rechnung mit euren Zahlen: Anzahl Lizenzen, erwarteter Agent-Verbrauch, Aufwand für Migration und Enablement, Kosten des heutigen Betriebs. Diese Rechnung stellen wir mit euch auf, bevor jemand eine Lizenz unterschreibt.

Häufige Fragen zu HubSpot und Dynamics 365

Ist HubSpot günstiger als Dynamics 365?

Pro Person liegen beide im mittleren Segment nah beieinander: Dynamics 365 Sales Enterprise kostet 91,00 €, HubSpot Professional ab 100 € pro GTM-Seat, jeweils bei jährlicher Abrechnung (Stand Oktober 2026). Den Unterschied machen Zusatzlizenzen, Einführung und KI-Verbrauch.

Braucht HubSpot einen eigenen Administrator?

Euer Vertriebsteam pflegt Pipelines, Felder, Sequenzen und Reports ab der Professional-Version selbst. Für Datenmodell, Integrationen und Automatisierungslogik bleibt eine verantwortliche Rolle sinnvoll, intern oder über einen Partner.

Was kostet die KI in HubSpot zusätzlich?

Jedes neue Konto bekommt monatlich HubSpot-Guthaben: 5.000 in Starter, 10.000 in Professional, 15.000 in Enterprise. Zusätzliches Guthaben kostet 10 € pro 1.000 Einheiten, ungenutztes Guthaben verfällt am Monatsende.

Wer unterstützt beim Umzug von Microsoft Dynamics zu HubSpot?

Eine HubSpot-Partneragentur mit Migrationserfahrung übernimmt Datenmapping, Testlauf und Go-live mit festem Stichtag. Mark Lotse ist HubSpot Platinum Partner mit Büros in Landau in der Pfalz und Bremen und begleitet den Wechsel von Dynamics zu HubSpot, bei komplexen Systemlandschaften gemeinsam mit Thalox AG.

Der nächste Schritt

Rechnet euren Fall durch, bevor ihr das System wechselt. Wir stellen die Vergleichsrechnung mit euren Lizenzzahlen, eurem Agent-Verbrauch und eurem heutigen Betriebsaufwand auf. → Erstgespräch buchen

Für die Vorbereitung: Der Praxisleitfaden „Von Dynamics zu HubSpot“ enthält den Funktionsvergleich, die Kostenkalkulation und eine Checkliste mit fünf Punkten für den Wechsel. → Praxisleitfaden herunterladen